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Ich werde ... mich wohlfühlen

Sie wollen endlich wieder in Ihre Lieblingsjeans passen? Dann sollten Sie eines abhaken: Diäten. Wissenschaftliche Studien belegen, was wirklich gegen unliebsame Pölsterchen hilft ...

Ob sie nun South Beach, Atkinson oder Paleo heißt – wenn es DIE eine Lösung für das Speckröllchen-Problem gäbe, müsste man nicht wöchentlich eine neue (er-)finden. Und auch wenn Stimmwunder Jennifer Hudson dank Weight Watchers mit 25 Kilo weniger kaum wieder zu erkennen ist, Britney Spears mit der Mood-Diät zehn Kilo abgenommen hat und Katy Perry ihren Luxuskörper angeblich der Faktor-Fünf-Diät verdankt, können Sie dies alles gleich wieder vergessen. Denn im Prinzip sind sich die Experten einig: Es ist völlig egal, wie Sie es anstellen – Hauptsache, Sie verbrennen mehr Kalorien, als Sie zu sich nehmen. Das bestätigt auch der weltweit größte Diäten-Vergleich. Demnach spielt es keine Rolle, woher die Kalorien kommen.

Damit Sie auf Ihrem Weg zur nächstkleineren Kleidergröße aber nicht völlig planlos dastehen, verraten wir Ihnen doch ein paar überraschende Schlank-Fakten. Oder wussten Sie, dass Ihr Freundeskreis über Size Zero oder Plus Size mitentscheidet, dass Ihnen Ihr abnehmunwilliges Unterbewusstsein Schokolade in den Weg legt und Wettbewerb die Fettverbrennung ankurbelt?

1. ERNÄHRUNG

Werfen Sie Regeln über Bord
Low Carb oder Low Fat? Die Gretchenfrage für Abnehmwillige. Eine europäische Studie sah Eiweiß gegenüber Kohlenhydraten im Vorteil. Doch US- Forscher, die 50 populäre Diäten verglichen, kamen zum Resultat: „Die Unterschiede sind minimal. Wichtiger ist die Frage: Wie praktikabel ist die Methode und was sind persönliche Vorlieben?“, so der Wissenschaftler Bradley Johnston.

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl
Strikte Essens-Regeln führen selten zum Ziel. „Die beste Ernährung ist die, auf die man Lust hat“, ist sich Gesundheitsexperte Thomas Frankenbach („Somatische Intelligenz: Hören, was der Körper braucht“, Koha-Verlag, € 15,40) sicher: „Durch Appetit zeigt der Körper, was er braucht.“ Sei jemand unterzuckert, bekomme er Lust auf Süßigkeiten. Ein Signal, dem man nachgeben sollte. Sein Tipp: „Essen Sie erst, wenn der Magen knurrt.“

Achten Sie auf die Nährstoffdichte
Ein nicht neuer, aber wiederentdeckter Ansatz ist das Energiedichte-Prinzip. „Lebensmittel, die den Magen füllen, aber wenig Kilokalorien haben, machen satt und schlank“, weiß Ernährungsberater Volker Schusdziarra. „Essen Sie Lebensmittel mit viel Volumen wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.“ Besonders geeignet für Menschen, die auf ihren Magen hören und nicht nur aus Appetit essen.

2. BEWEGUNG

Bauen Sie Muskeln auf
Die schlechte Nachricht: Sport allein lässt die Rettungsringe nicht schmelzen! „Eine halbe Stunde Bewegung verbraucht gerade einmal 350 kcal, das entspricht einem Schokoriegel“, erklärt Sportwissenschaftler Michael Tuttor. Dennoch: Wer mit Krafttraining den Muskel- im Verhältnis zum Fettanteil erhöht, steigert den Grund- umsatz, also jene Energie, die der Körper zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen braucht, ohne dass wir uns bewegen.

Trainieren Sie in Intervallen
Wissenschaftliche Berechnungen haben ergeben, dass der Fettverbrauch bei einem Intervalltraining um 36 Prozent höher liegt als bei einem moderaten Ausdauerprogramm. Das liegt daran, dass mehr Energie umgesetzt wird und Sättigungshormone ausgeschüttet werden. Tipp: Reduzieren Sie die Dauer und bauen Sie dafür Tempoverschärfungen ein.

Joggen Sie mit leerem Magen
Andere Abnehm-Profis schwören auf einen gemächlichen Lauf vor dem Frühstück. Das trainiere den Fettstoffwechsel, wie Nährstoffexperte Wolfgang Feil aus seiner Praxis weiß. Die Theorie: „Der Körper bezieht die erforderliche Energie normalerweise aus Kohlenhydraten. Nach dem Schlafen ist der Kohlenhydratspeicher leer, die Fettreserven sind gefüllt.“ Wer ohne Frühstück losläuft, verbrennt demnach direkt Fett.

3. PSYCHE

Umgeben Sie sich mit dünnen Menschen
Verhaltensweisen sind ansteckend. Dicke Freunde machen dick, dünne machen dünn, zeigten Studien an der Harvard University. Wenn jemand zunimmt, ändere sich im Umfeld die Einschätzung, was als angemessener Körperumfang gilt. Eine Stanford-Untersuchung ergab: Lässt sich jemand den Magen verkleinern, verlieren auch Angehörige an Gewicht. Aber bevor Sie Ihren Freundeskreis austauschen: Gehen Sie lieber mit gutem Beispiel voran!

Entfernen Sie Verlockungen
Gelegenheit macht Kilos: In einer Cafeteria greifen mehr zum Eis, wenn der Deckel der Gefriertruhe offen ist. Büroangestellte, die Süßes auf ihrem Schreibtisch stehen haben, naschen die fünffache Menge als jene, die zwei Meter entfernt davon sitzen. Ernährungscoaches empfehlen daher, den Zugang zu verführerischen Speisen zu erschweren.

Denken Sie an Essen
Abnehmwillige verbieten sich gerne Gedanken an Schlemmereien. Möglicherweise ist dies kontraproduktiv. Forschungen an der Universiteit Utrecht haben gezeigt, dass intensives Denken an Essen offenbar den Appetit vertreibt, zumindest, wenn es sich um folgenden Gedanken handelt: die Erinnerung an eine kurz zurückliegende Mahlzeit oder die Vor- stellung des Lieblingsessens.

Erschienen in: WIENERIN 2/15

Foto: Getty Images


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